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Impressum

Gesangverein "Eintracht Schnellrode 1920"

Vereinschronik des Gesangvereins Eintracht Schnellrode 1920

Der Gesangverein Eintracht ist der älteste Verein in Schnellrode. Er wurde am 20. Juni 1920 als Männerchor gegründet.

Im Original aus dem Gründungsprotokoll:
Behufs Hebung und Förderung des Gesangs volkstümlicher Lieder berief der Bürgermeister des Ortes, Michael Oeste, die Freunde des Gesangs zu einer Besprechung auf den heutigen Tag im Schullokal ein.
Nach einer kurzen Aussprache der Versammelten, erklärten sich alle Anwesenden zur Gründung eines Gesangsvereins bereit. Anwesend waren 31 Männer und Jünglinge. In der sofort vorgenommenen Wahl wurde mündlich abgestimmt und mit vollen Stimmen der Vorstand wie nachstehend gewählt:

Michael Oeste (Vorsitzender)
August Riehm (Stellvertreter)
Christian Wenzel (Schriftführer)
Heinrich Gischlerr (Stellvertreter)
Johann Gischler (1. Kassierer)
Michael Clobes (2. Kassierer)

Der Verein wurde Eintracht getauft. Es wurde beschlossen, dass Grunds einer Ermangelung eines geeigneten Lokals der Gemeindeschulsaal zur Abhaltung der proben und Sitzungen vorläufig bestimmt sei. Ferner wurde festgelegt, dass das Eintrittsgeld 5 Mark und an monatlichen Beiträgen 1 Mark zu erheben seien. Herr Lehrer Mentel, der in der der Versammlung anwesend war, erklärte sich zur Abhaltung der Gesangsproben bereit. Die Zusammenkünfte zwecks Proben finden jeden Sonntag zwischen 8 und 10 Uhr statt.

Im Laufe der folgenden Monate vergrößerte sich der Mitgliedsstand, im September 1920 hatte er sich bereits auf 45 Mitglieder erhöht.

Am 12. September 1920 gab sich der Verein eine Satzung, die mit einigen, im Laufe der Zeit notwendigen, Änderungen noch heute Gültigkeit hat.


Der Zweck des Vereins ist, durch Pflege des Gesanges künstlerische Kultur unter seinen Mitgliedern im Besonderen und unter den übrigen Dorfbewohnern im Allgemeinen, zu wecken und zu verbreiten. Dies sollerreicht werden durch regelmäßig abzuhaltende Übungsstunden und durch Veranstaltung von Konzerten und geselligen Unterhaltungen.


Am 16 Januar 1921 wurde die erste Generalversammlung im Vereinslokal Graf, nicht mehr im Schulsaal, abgehalten. Man bereit über die Anschaffung einer Vereinsfahne, deren Einweihung mit einem fest verbunden werden sollte.

Am 2./3. Juli 1922 fand das Fest der Fahnenweihe statt.

Am20. Januar 1929 trat der Verein dem Sängerkreis Heiligenberg bei.

Der Zweite Weltkrieg setzte dem Vereinsleben ein Ende, von zwölf Sängern, die in den Krieg ziehen mussten, kamen vier nicht mehr zurück.
1945 wurde der Verein, wie alle anderen auch, durch Anordnung der Siegermächte aufgelöst.

Am 7. April 1946 rief der langjährige Vorsitzende August Riehm die ehemaligen Mitglieder zu einer Versammlung zusammen. Der Gesangverein Eintracht wurde neu gegründet.
Nach ein paar vergeblichen Versuchen die Gesangstätigkeit wieder aufzunehmen, ruhten die Chorproben weiter. In der Zwischenzeit war ein gemischter Chor, bereits vor und während des Krieges hatten Frauen und Mädchen bei besonderen Anlässen gesungen, entstanden.

1947 übernahm Hans Künzel den Männergesangverein als Chorleiter.

Am18 Januar 1948 schlossen sich der Männergesangverein und der bereits bestehende gemischte Chor zu einem Verein zusammen, jedoch mit getrennten Chorleitern. Der ehemals gemischte Chor wird von Ludwig Rost bis zu seinem Tod, danach von Heinz Röder, geleitet. Als Heinz Röder 1957 Versetzt wird, übernimmt Hans Künzel die Gesamtleitung.

Auf Anregung des Ehrenvorsitzenden Michael Oeste errichten die Mitglieder des Vereins in über 2000 freiwilligen Arbeitsstunden ein Ehrendenkmal für die Gefallenen. Der Gesangverein übergab diese Gedenkstätte am Volkstrauertag 1959 der Gemeinde und übernahm die Verpflichtung, die Stätte in würdigem Zustand zu erhalten. Entwurf und Planung sind da werk von Hans Künzel. Ungezählt sind auch die Stunden, die er dort gearbeitet hat.

1971 musste der Männerchor seine Arbeit einstellen, es fehlte der Nachwuchs.

1974 trat Norbert Lenzen die Nachfolge von Chorleiter Hans Künzel an.

Im September 1975 übernahm Inge Berge als erste weibliche Chorleiterin den Chor.

Am 1. Oktober 1988 übernimmt Reinhild Dilchert den Chor, ihr folgt ab dem 1. April 1994 Marlene Hilse, die auch heute noch den Gesangverein leitet.

Im Jahr 1995 begeht der Verein seinen 75. Geburtstag.

Inzwischen ist der Verein auf 12 Mitglieder geschrumpft. Auch hier ist das Problem, wie bei den anderen Schnellröder Vereinen, neue Mitglieder zu finden. Wer Interesse hat findet am Ende dieses Artikels eine Kontaktadresse.
Der Gesangverein singt zurzeit nur noch zweimal im Monat. Natürlich soll der Chor nicht ganz aufgegeben werden, da das Singen den Mitgliedern noch viel Freude macht und vielleicht gelingt es in Zukunft neue Mitglieder zu gewinnen.

14. August 2010 Der Gesangverein feiert sein 90-jähriges Bestehen.

Chronologische Reihenfolge Vorsitzender und Chorleiter:
  1. 1920 - 1931 Michael Oeste
  2. 1931 - 1949 August Riehm
  3. 1949 - 1956 Heinrich Mell
  4. 1956 - 1986 Fritz Kühlborn
  5. 1986 - 1992 Horst Kühlborn
  6. 1992 - 1993 Fritz Kühlborn
  7. 1993 - 1994 Ernst Köbberling
  8. 1994 - 1999 Gertrud Böttner
  9. Seit 1999 Mathias Werner
Chorleiter:
  1. 1920 - 1930 Lehrer Mentel
  2. 1930 - 1945 Lehrer Ludwig Rost
  3. 1947 - 1971 Hans Künzel (Männergesangverein)
  4. 1948 - 1950 Ludwig Rost (Gemischter Chor)
  5. 1950 - 1957 Heinz Röder (Gemischter Chor)
  6. 1957 - 1974 Hans Künzel
  7. 1974 - 1975 Norbert Lenzen
  8. 1975 - 1998 Inge Berge
  9. 1998 - 1994 Reinhild Dilchert
  10. Seit 1994 Marlene Hilse

Der Gesangverein Eintracht Schnellrode wurde im November 2013 aufgelöst.