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Friedlich am Wege ein Dörflein grüßt und das Bächlein immer eilend, nimmer weilend, rauschend fließt. Bächleins Rauschen klingt mir so wundersam: wie Freude, dass ich zur Heimat kam. Heimat, Heimat, liebe Heimat.

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Geschichte Schnellrode

Schnellrode wurde 1383 erstmalig urkundlich erwähnt. Erste Ansiedlungen fanden allerdings schon weitaus früher statt.

1383

Im Jahr der urkundlichen Erwähnung gehört Schnellrode noch nicht, so wie heute, zu Spangenberg. Es ist steuerlich an das Amt Reichenbach-Lichtenau gebunden. In den folgenden Jahren werden teilweise sogar von beiden Städte Steuern erhoben.
Im Jahr 1429 fehlt Schnellrode allerdings in den Steueraufzeichnungen Reichenbachs und es kann vermutet werden, dass es ab nun ganz zu Spangenberg gehört. 1430 wird diese Zugehörigkeit auf einer Urkunde von Blankenheim, bei Rotenburg/Fulda, bestätigt.

1540

Die ersten Zahlen über die Siedlungsgröße werden Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt, es gibt 11 Häuser im Ort. 1579 sind es dann 15 Häuser.

1701

Die erste Schule wird unterhalb der Kirche errichtet.

1740

Schnellrode zählt jetzt 29 Häuser und eine Mühle, die am Bächlein Esse liegt.
Die Mühle mahlt das Getreide für das ganze Dorf.

1766

Jetzt lässt sich auch die erste Einwohnerzahl feststellen, da aus alten Aufzeichnungen hervorgeht, dass in 34 Häusern 159 Einwohner (30 Männer, 37 "Weiber", 51 Söhne, 41 Töchter) wohnen.
Folgende Berufe werden ausgeübt:

- Müller
- Wirt
- Schmied
- Ziegelbrenner
- Leinenweber
- Schäfer
- Tagelöhner

Die meisten sind nebenher auch Bauer.
Auch gibt es amtliche Stellen, sogenannte Gemeindebedienstete:

- Greber (Beauftragter des Fürsten)
- Vorsteher (Bürgermeister)
- Schulmeister
- Hirte

Das Klima wurde wie folgt beschrieben: "Kalt, winterlich, Same verwittert oft, geht dünn auf, gibt wenig Mehl; fast doppelt so viel Saat wie an anderen Orten ist nötig. Ernte reicht oft fürs Haus nicht aus und so muss Mehl aus Mühlhausen in Thüringen eingeführt werden."

18. und 19. Jahrhundert

Die Haupterwerbsquelle ist zu dieser Zeit die Leinenweberei. Doch mit der Industrialisierung geht diese stark zurück und karge Jahrzehnte brechen an für die kleine Gemeinde Schnellrode. Ein überliefertes Zitat des Bürgermeisters Oeste im Jahre 1858:

"Mehr als genug Tagelöhner wohnen hier, die anderen arbeiten im Ausland (gemeint ist Westfalen). Fast alle Bauern haben Schulden, wer ohne jeden Grundbesitz ist, ist bitterarm."

1860 -1914

Wie schon erwähnt arbeiten viele Schnellröder in Westfalen. Der Bergbau in Städten wie Werne oder Bochum bringt gutes Geld und langsam einen bescheidenen Wohlstand nach Schnellrode. Keiner muss mehr Hungern, die Infrastruktur verbesserte sich, die Leute können ihre Schulden abbezahlen. 1901 wird dann auch ein neues Schulgebäude errichtet.
Als der 1. Weltkrieg beginnt, werden auch die Schnellröder Männer eingezogen - 17 von ihnen kommen nicht mehr zurück.

1920

Das Dorf wird an das hiesige Stromnetz angebunden. Im Jahre 1927 baut die Gemeinde die erste Wasserversorgung und die Dorfbewohner müssen ihr Trinkwasser nicht mehr beschwerlich aus dem Dorfbrunnen schöpfen.

1945

Anfang April rücken amerikanische Truppen nach Schnellrode ein. 19 Schnellröder kommen aus dem 2. Weltkrieg nicht nach Hause zurück.

1971

Die Dorfschule wird geschlossen und die Kinder gehen von nun an nach Spangenberg in die Schule. Schnellrode hat sich der Stadt Spangenberg angeschlossen und ist nun ein Ortsteil von Spangenberg.

1983

600-Jahr-Feier

2008

625 Jahre Schnellrode:

- 100 Häuser
- 241 Einwohner
- 2 Bauern


Dies ist ein gekürzter Auszug aus dem Originaltext von Willi Schmelig. Die ausführliche Chronik ist unter dem Namen Aus der Geschichte Schnellrodes in der Festzeitschrift zur 625-Jahr-Feier abgedruckt.